Nachdem andere Netzanbieter zunächst abgewunken hatten, bot ingenia der Stadtverwaltung an, den Netzausbau zu übernehmen. Zwar ist ingenia digitale Netze hauptsächlich für Internet via Richtfunk bekannt, stattet aber seit Jahren Gewerbegebiete mit moderner Glasfasertechnik aus.
Für den Netzausbau holte ingenia das schwedische Unternehmen VX Fiber ins Boot, das seit 20 Jahren in Schweden den Glasfaserausbau vorangetrieben hat. Von den zehn Millionen Einwohnern können heute 80 Prozent das leistungsstarke Glasfasernetz nutzen. Zum Vergleich: Von den 11 Millionen Baden-Württembergern sind es gerade mal zehn Prozent.
„Wir sehen in der wirtschaftlich hoch interessanten Region einen riesigen Nachholbedarf“, erklärt Jan Backman, Country Manager Deutschland bei VX.
Open Access — das Netz der Zukunft
Das Highlight der Kooperation ist der sogenannte Open Access Anschluss, der in anderen europäischen Ländern bereits Standard ist. Open Access meint die Öffnung des Netzes für jeden Anbieter, der mit VX kooperieren möchte.
Die angebotenen Tarife starten bei 100 Mbit. Wer mehr will, kann sich bis zu einem Gigabit-Downloadgeschwindigkeit sichern. Der Upload ist bis 500 Mbit möglich. Die Glasfaserleitung selbst kennt als Begrenzung nur die Lichtgeschwindigkeit.
Neben der Technik gibt es noch weitere Vorteile: Mit ingenia direkt vor Ort gibt es einen persönlichen Ansprechpartner. Langes Warten in der Serviceschleife eines Großunternehmens entfällt damit.
